Branche:
Banking & Finance

Hauptkategorie:
Consulting


Kurzbeschreibung des Projekts:

Ein zentrales Aufgabengebiet im Projekt war durch Wartungs- und Erweiterungsaufgaben an Murex-Schnittstellen (MxG2000, MX3) zu anderen Systemen gegeben. Ein weiterer Schwerpunkt wurde durch verschiedene Erweiterungen von Schnittstellen des Portfolio Management Systems (PMS) zu anderen Systemen gebildet.

Murex (MxG2000, MX3)

Hierbei ging es primär um die sogenannte Basisdatenschicht, die quasi eine Reporting-View auf den Murex-Datenbestand bildet, und den Cashflow-Service. Zusätzlich wurden Anpassungen an und Analysen der SDL-Schnittstelle (Fairvalue-Service) für den SAP Bank Analyzer, sowie am Murex-zu-SDL-Reconciliation-System vorgenommen. Neben der reinen Entwicklungs-tätigkeit wurde auch eine komplexe Analyse im Rahmen des Cashflow-Service der Basisdatenschichtlieferung durchgeführt, um Diskrepanzen in der Vollständigkeit der Lieferung aufzudecken. Zur Gewährleistung eines reibungslosen Testbetriebs für die durchgeführten Entwicklungsaufgaben gehörte ebenso die wiederholte Vorbereitung einer Reihe von Testumgebungen, um gezielt Testdaten zu bestimmten Terminen liefern zu können.

Ein weiterer Themenkomplex war die Migration einer MxG2000-Komponente (VaR-Modul) nach MX3. Die bestehende Schnittstelle, die über Shell- und SQL-Skripte realisiert war, hatte die Aufgabe, Daten aus einem anderen System zu importieren und dabei so umzuwandeln, dass sie vom MxG2000-Modul-VaR-Modul verarbeitet werden konnten. Nach Verarbeitung der Daten in Murex musste die Schnittstelle einen Export der Daten in ein bestimmtes CSV-Format zur weiteren Verarbeitung leisten.

Die gesamte Schnittstellenimplementation musste für die Migration der Schnittstelle nach MX3 in Python 3 neu aufgebaut werden. Hierzu wurden verschiedene Module eines intern erstellten Frameworks zur Datenbankanbindung und Einpassung ins Systemumfeld verwendet. Bei der neuen Implementation wurde besonders Wert auf eine hohe Parallelisierbarkeit gelegt, um eine Verkürzung der Laufzeit zu erreichen. Demzufolge waren ein durchdachtes Prozessmanagement und die Prozesskommunikation, sowie eine gründliche Fehlerbehandlung besonders wichtig.

Portfolio Management System (PMS)

Informationsplattform für Eigengeschäfte online (EGon)

Entwurf und Implementierung einer Softwarekomponente nach fachlichen Vorgaben, die zur täglichen Berechnung der Risikogewichte nach dem Kreditrisikostandardansatz (KSA) für Credit Linked Notes (CLNs) genutzt wird. Die Komponente wurde in ein bestehendes Systemumfeld eingebettet, um von dort per Export über eine Schnittstelle in ein nachgelagertes System (EGon) die Ergebnisse tagesaktuell zur Verfügung zu stellen.

Realisierung einer Importschnittstelle innerhalb des Portfolio Management Systems (PMS) zur regelmäßigen Integration der historischen Ratings des führenden Informationssystems für Ratings in der Bank. Hierdurch wurde die Datenqualität in PMS und dem EGon gesteigert.

Implementation eines Korrekturverfahrens, das zwischen einer Datenanlieferung aus Murex und dem Zielsystem ansetzt, um Schuldscheindarlehen für nicht börsennotierte Unternehmen im Zielsystem korrekt verarbeiten zu können.

Planung und Design (Softwarearchitektur & Datenmodell) einer Softwarekomponente anhand von fachlichen Vorgaben zur Anwendung eines Regelwerkes auf einen Datenbestand, um eine Menge von Strukturmerkmalen im Bestand sichtbar und zur weiteren Verarbeitung in EGon verfügbar zu machen. Die Komponente ist eingebettet in ein Systemumfeld, das über mehrere andere Komponenten den Datenaustausch zwischen PMS und EGon bewerkstelligt. Hierbei mussten einige Besonderheiten der Schnittstellen zwischen den Komponenten berücksichtigt werden, um einen Einsatz der Komponente in der täglichen Verarbeitung des Gesamtdatenbestands als auch in einem interaktiven Modus, der Anfragen aus EGon für neue Datensätze, die noch nicht Teil des Bestands in PMS sind, zu ermöglichen. Da es sich um eine Neuentwicklung handelte, war eine umfassende Dokumentation in Form einer DV-Konzeption gemäß der Vorgaben der DZ Bank erforderlich.

Produktions-Support im Rahmen von kurzfristigen Analysen und Korrekturen für Fehlerfälle in PMS-Schnittstellen.

Entwicklung von Exportschnittstellen von PMS zu EGR

Es wurden zwei Schnittstellen geschaffen, die Daten (Future-Stände und Zinsstrukturkurven) aus PMS extrahieren und an das System EGR (Eigengeschäftsreport) der WGZ Bank exportieren sollten. Umgesetzt wurden die Schnittstellen als Shell-Skripte, welche die Daten extrahieren, aufbereiten und in CSV-Dateien exportieren. Diese Dateien wurden über die EAI-Schnittstelle an das Zielsystem übertragen.

Für die Lieferung der Zinstrukturkurve wurde nach der Extraktion aus PMS ein Interpolationsalgorithmus angewendet, der zusätzliche Stützstellen aus den bekannten Daten berechnet hat, da EGR mit der Rohlieferung aus PMS nicht hätte arbeiten können.

 


Technologien & Methoden:

  • Anforderungsmangement / Kommunikation
    • Jira
    • Microsoft Office (Word, Excel, Powerpoint)
    • Lotus Notes, Skype for Business
  • Organisationsform
    • Arbeit in Teams, lose gekoppelt, regelmäßige Meetings, ansonsten Tools wie Jira und Excel zur Organisation und Verteilung der Aufgaben.
  • Entwicklung
    • IDE, Tools: Squirrel, Notepad++, TortoiseHG, SFTP, Remote Shell
    • Zentrale Anwendungen: Murex (MxG2000, MX3), Portfolio Management System (PMS), Mercurial, Kallithea
    • Datenbank: Sybase ASE15 (ISQL-, BCP-Utilities)
    • Server und Umgebungen: Vielfältige Unix-Server und MX3-Testumgebungen
    • Sprachen: Python 3, Korn-Shell, SQL, XML-Schema, XML, XSLT, CSV
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