WordPress Hosting – So findest du den richtigen Anbieter!

Sucht man einen guten Anbieter für das Hosting einer Website, wird man von Angeboten geradezu überflutet. Zig Anbieter findet man bei Google, jeder schreibt, dass er das beste Hosting anbietet und die Affiliate-Seiten machen alles, um eine Provision abzugreifen. Doch worauf sollte man wirklich achten und wie teuer sollte es sein? Darauf gehe ich im folgenden Artikel genauer ein und möchte ein wenig Licht in’s Dunkel bringen.

WordPress Hosting
Warum ist es wichtig, einen guten Hoster zu haben?

Na ganz einfach, Sie müssen sich auf Ihren Hoster verlassen können.
Nur der Hoster hat die Möglichkeit auf technische Störungen zu reagieren, Server Konfigurationen zu aktualisieren und zu verwalten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der angebotene Support vom Hosting-Unternehmen, reagiert er schnell auf Probleme und zu welchen Uhrzeiten und Wochentagen ist er erreichbar?

Worauf Sie bei WordPress Hosting achten sollten

Im folgenden finden Sie einzelne Punkte, die ich persönlich für ziemlich wichtig halte und sich in meinen 6 Jahren Erfahrung mit WordPress immer gut geschlagen haben.

Kostenlose SSL-Zertifikate

Um Ihren Projekten einen kleinen Ranking Boost zu geben sollten Sie HTTPS verwenden. Aber auch datenschutzrechtlich ist ein solches Zertifikat mittlerweile von großer Bedeutung. Möchten Sie einen Shop erstellen oder auch nur Daten via Kontaktformular übertragen, sind Sie mit einem SSL-Zertifikat auf der sicheren Seite. Seit Ende 2015 besteht die Möglichkeit, kostenlose Zertifikate über Let’s Encrypt zu erstellen. Ihr Hoster sollte dies anbieten, denn warum viel Geld dafür ausgeben wenn es auch kostenlos möglich ist?

Geheimtipp HTTP/2

HTTP/2 ist die “neue” Version des Verbindungsprotokolls HTTP (Hypertext Transfer Protocol) welches im Jahr 2015 veröffentlicht wurde. Was? 2015? Das ist doch nicht mehr neu? Leider bieten es noch immer nicht alle Hoster an, was auch daran liegt das die Benutzung von HTTP/2 nur in Verbindung eines SSL-Zertifikates möglich ist.

Wichtige neue Möglichkeiten mit HTTP/2:

  • Zusammenfassen mehrerer Anfragen
  • weitergehende Datenkompressionsmöglichkeit
  • binär kodierte Übertragung von Inhalten
  • Server-initiierte Datenübertragung (push-Verfahren)

Ok, ok, genug Fach-Chinesisch, im Endeffekt können Sie also mit HTTP/2 schnellere Ladezeiten Ihrer Website erreichen!

Aktuelle PHP-Version

Ihr neuer Hoster sollte seine Software aktuell halten, dazu gehört natürlich auch die PHP-Version. Mit PHP 7 läuft WordPress fast doppelt so schnell und Sie bekommen in Zukunft keine kompatibilitäts Probleme.

Ebenso wichtig sind PHP-Einstellungen, die vom Anbieter angeboten werden. Speziell für WordPress sollten Sie darauf achten, dass “mod_rewrite” eingeschaltet ist und das “memory_limit” mindestens auf 128M gestellt ist (optimal wären 256M).

Was ist mod_rewrite?
mod_rewrite ist ein Modul für die Server-Software “Apache”, welches die Definition von sogenannten Rewrite-Regeln ermöglicht. WordPress verwendet dieses Modul um “schöne”, benutzerfreundliche URL’s zu generieren. Ist diese Einstellung nicht vorhanden, können Sie nur die sogenannten “Messy”-URL’s verwenden.
Beispiel einer schönen URL: https://ib-it.com/wordpress-hosting
Beispiel einer Messy-URL: https://ib-it.com/?p=1391

Die richtige Festplatte und genügend Speicher

Die meisten kennen sie von ihrem eigenem PC, die SSD-Fesplatte. Sie ermöglichen schnellere Zugriffszeiten und können mehr Ein-/Ausgaben pro Sekunde handeln. Genau das, was wir für unsere Datenbank brauchen, also schaut, dass zumindest eure Datenbank auf einer SSD-Festplatte liegt.

Aus Erfahrung kann ich euch sagen, dass der Speicherplatz nicht zu knapp gewählt werden sollte. Ein Blog z.B. wird schnell ziemlich groß. Beitragsbilder, Bilder in den Artikeln, automatisch erstellte Thumbnails und vielleicht auch eine Kopie der Seite auf einer Subdomain um Änderungen zu testen, fressen viel Speicherplatz. Da Speicherplatz nun wirklich kein großer Kostenfaktor sein sollte, empfehle ich mind. 10GB Speicherplatz.

 

So richtig guter Support

wordpress hosting support

Ihr neuer Hoster sollte wirklich guten Support anbieten. OK, und was ist guter Support? Hier eine Checkliste für Sie:

  • Supportzeiten: 24h / 7 Tage
  • Schnelle Reaktionszeit auf Anfragen
  • kompetente Support-Mitarbeiter

Wie Sie das, ohne Kunde zu sein, heraus bekommen?
Ganz einfach, nehmen Sie die einzelnen Punkte aus diesem Artikel heraus und suchen die    E-Mail Adresse des Supportes auf der Website des potenziellen Hosters heraus. Schreiben Sie ihm eine Mail mit all Ihren Fragen und schauen wie schnell sie antworten und ob sie Ihre Fragen beantworten konnten. Kommt eine Mail innerhalb von 2-4 Stunden zurück, vollständig beantwortet? Gut, ein erster Hinweis auf guten Support.

Der Serverstandort

Ihr neuer Hosting Anbieter sollte sein Rechenzentrum in dem Land haben wo sich Ihre potenziellen Besucher aufhalten, zur Not gehen auch die Nachbarländer. Dieser Punkt ist eher weniger für SEO wichtig, bis auf eventuell längere Ladezeiten, sollten Sie sich vor allem Gedanken über den Datenschutz machen. Entscheiden Sie sich z.B. für einen Hoster mit Rechenzentrum in den USA, sollten Sie überlegen, wie dort mit den Daten umgegangen wird, halten die Anbieter sich dort an gewissen Standards? Wenn Probleme auftreten sollten, ist Ihr Englisch dann gut genug, um dich mit dem Support zu verständigen?

Wie viele Kunden kommen auf einen Server?

Wenn Sie diesen Artikel lesen, gehe ich davon aus, dass Sie noch nicht viele Erfahrung mit dem Hosten einer WordPress Website haben, Ihre Website noch nicht viel Traffic hat und Sie noch keinen Root-Server brauchen. Deswegen sollten Sie bei den “normalen” Webspace-Paketen, auch Shared Hosting genannt, unbedingt darauf achten wie viele Kunden auf einen Server kommen. Um das kurz zu erklären: Bei einem Shared Hosting Paket werden mehrere Kunden auf einen (Hardware-)Server gepackt, das heißt, Sie haben keine eigene Hardware, sondern teilen sie mit anderen Kunden des Hosting Unternehmens.

Dieses kann unter Umständen zu großen Performance-Problemen führen. Gute Beispiele dafür sind Hoster wie z.B. 1u1 und Strato, hier teilen sich gefühlt hunderte von Kunden einen Server, der verständlicherweise dann gut zu kämpfen hat.

Achten Sie also darauf, ob der Hoster in seiner Paket-Übersicht offen schreibt, wie viele Kunden sich einen Server teilen. Ich empfehle einen Hoster bzw. ein Hosting-Paket zu wählen mit maximal 50 Kunden je Server.

Mein Fazit:

Wenn Sie meine Tipps beachten, sollten Sie einen guten WordPress Hosting Anbieter finden, denn davon gibt es viele da draußen im World Wide Web. Wenn Sie Ihrer Meinung nach einen guten Anbieter gefunden haben, lesen Sie im Internet noch ein paar Kundenbewertungen durch und überprüfen was andere dazu sagen. Ihre Nerven werden es Ihnen später danken. Wenn Sie jetzt noch eine konkrete Empfehlung von mir erhofft haben, möchte ich Sie nicht enttäuschen. Meine Projekte bekommen meistens ein Hosting-Paket von All-Inkl spendiert, manchmal auch eins von Mittwald und gute Erfahrungen habe ich durch Kundenprojekte auch mit Webgo gemacht.

 

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